31 forschungsnewsletter
Oktober 2008
Blütenstaub mit Zuckerguss
Dem Krebs die Kommunikation "abschneiden"
Galizien: Raum, Menschen, Sprachen
Neue Professuren im September/Oktober 2008
           
 

Michael Hesse, Botaniker

Blütenstaub mit Zuckerguss  

Blütenpollen haben einen artspezifischen, robusten Schutzmantel, der Wind, Wetter und sogar der Zeit trotzt: Selbst nach Millionen von Jahren verrät die Oberflächenstruktur eines fossilen Pollens, welche Blütenpflanze er einst verlassen hat. Der Stoff, aus dem die resistente Pollenhülle geschnitzt ist, heißt Sporopollenin. Bisher ging man davon aus, dass alle Blütenpollen von dieser beständigen Substanz umhüllt sind. Vor kurzem entdeckten BotanikerInnen an der Fakultät für Lebenswissenschaften jedoch eine botanische Sensation: Die Oberfläche von Aronstab-Blütenstaub besteht nicht aus Sporopollenin, sondern aus Polysacchariden – plakativ gesagt sozusagen aus Zucker.

 
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Manuela Baccarini, Mikrobiologin

Dem Krebs die Kommunikation "abschneiden"  

Jährlich wird bei rund zwei Millionen Menschen in Europa Krebs diagnostiziert. Manuela Baccarini vom Zentrum für Molekulare Biologie untersucht eine Gruppe von Proteinen, die wichtig für die Zellteilung und damit auch für unkontrolliertes Zellwachstum wie bei Krebserkrankungen ist. Mit ihren Studien trägt Baccarinis Forschungsgruppe in mehreren EU-Projekten dazu bei, die molekularen Grundlagen der Entstehung und Bekämpfung von Krebszellen zu erforschen. Die Ergebnisse sind für die Weiterentwicklung von Krebstherapien wesentlich.

 
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Michael Moser, Slawist

Galizien: Raum, Menschen, Sprachen  

Die Region Galizien blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Vormals Teil des Königreichs Polen, kam Galizien im 18. Jahrhundert unter die Herrschaft der Habsburger. Heute gehört Ost-Galizien zur Ukraine – West-Galizien liegt in Polen – und nimmt dort nicht nur sprachlich, sondern auch kulturell eine Sonderstellung ein. Der START-Preisträger Michael Moser von der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät untersucht die ukrainische Sprachgeschichte in Galizien und ihren jeweiligen historischen Einfluss auf sich wandelnde Gruppenidentitäten.

 
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Neue Professuren im September/Oktober 2008  

Acht neue Professuren wurden im September 2008 ernannt: eine an der Fakultät für Informatik, drei an der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät und jeweils eine an der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft, der Fakultät für Mathematik, der Fakultät für Physik und der Fakultät für Lebenswissenschaften. Im Oktober 2008 gab es zwölf neue Dienstantritte: Zwei an der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät und je einen an der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät und an den Fakultäten für Philosophie und Bildungswissenschaft, Psychologie, Sozialwissenschaften, Mathematik, Chemie und Lebenswissenschaften sowie am Zentrum für Translationswissenschaft und am Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport. Außerdem gibt es eine Doppelprofessur an der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät und der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft: Univ.-Prof. Mag. Dr. Friedrich Stadler wird Professor für Wissenschaftsgeschichte, -philosophie und -theorie.

 
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Redaktion: Alexandra Frey, Michaela Hafner
Mitarbeit: Theresa Dirtl, Heidrun Huber, Bernadette Ralser
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