Nanotechnologie und Umwelt: Von der Sonnencreme in die Baggerseen
Sie sind wegen ihrer Kleinheit nur schwer sichtbar und nachweisbar und finden sich in natürlicher, aber auch immer häufiger in künstlicher Form in Boden und Wasser: Nanopartikel. Über ihre biologischen Effekte und ihr Umweltverhalten ist noch kaum etwas bekannt. Damit sich das ändert, erforschen Thilo Hofmann und sein Team der Arbeitsgruppe Nanowissenschaften am Department für Umweltgeowissenschaften die Wirkweisen dieser kleinen Teilchen. Ein Ziel ist es, das Verhalten von industriell gefertigten Nanopartikeln in der Umwelt künftig besser abschätzen zu können.
Eine besondere Zweckgemeinschaft gehen Pfeffergewächse des tropischen Regenwaldes mit der Ameise "Pheidole bicornis" ein. Die Pflanzen sorgen für eine sichere Behausung und energiereiche Nahrung. Als Lohn dafür düngt das Insekt seine Pflanzen und wehrt nach "duftenden" Hilferufen seiner Pflanze Fraßfeinde ab. Dies fanden Veronika Mayer und ihre MitarbeiterInnen vom Department für Palynologie und Strukturelle Botanik heraus.
Rechtssprechung im griechisch-römischen Kleinasien
Kaja Harter-Uibopuu vom Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Papyrologie und Epigraphik widmet sich in ihrer aktuellen Forschungsarbeit epigraphischen Quellen. Diese antiken Inschriften erlauben spannende Einblicke in die Alltagswelt und die Rechtskultur der römischen Provinz in Kleinasien von der ausgehenden Republik bis zur hohen Kaiserzeit. Die Elise-Richter-Stipendiatin erforscht in den nächsten drei Jahren das Spannungsfeld zwischen römischer Reichsverwaltung und städtischer Autonomie in der Rechtssprechung.
Anfang November startete das Projekt "Languages in a Network of European Excellence" (LINEE). Es wird sich in den kommenden vier Jahren mit dem zentralen Thema der sprachlichen Diversität und der "neuen Mehrsprachigkeit" in Europa auseinandersetzen. Unter maßgeblicher Beteiligung von Rosita Schjerve-Rindler und ihrem Team am Institut für Romanistik werden die verschiedenen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Aspekte von Mehrsprachigkeit untersucht. Das im Netzwerk erworbene Know-how soll künftig auch politischen Entscheidungsträgern zur Verfügung stehen.
Impressum Herausgeberin: Universität Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, A-1010 Wien Redaktion: Alexandra Frey, Michaela Hafner, Lucas Zinner Mitarbeit: Roland Dreger alexandra.frey@univie.ac.at T +43 -1- 4277-175 31
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