27 forschungsnewsletter
April 2008
Materialphysik: Patent für ultraschnelle Prüfmethode
Sozialgeschichte: Wie die Arbeit zur Arbeit wurde
Bildungswissenschaft: Mit Menschen forschen, nicht nur über sie
Interuniversitäre Kooperation für molekulare Spitzenforschung
           
 

Viktor Gröger, Physiker

Materialphysik: Patent für ultraschnelle Prüfmethode  

Das von Viktor Gröger, Brigitte Weiss und Golta Khatibi von der Fakultät für Physik entwickelte, seit kurzem patentierte "Ultraschall-Resonanz-Prüfverfahren für Drahtbondverbindungen" erlaubt es, Leistungselektronik-Bauteile binnen weniger Stunden auf ihre Materialverlässlichkeit zu prüfen. Bislang waren dazu aufwändige, mehrjährige Testdurchläufe notwendig. Da vom MP3-Player bis zur Straßenbahnoberleitung kein elektronisches Produkt ohne Drahtverbindungen funktioniert, ist das industrielle Interesse am neuen Verfahren groß.

 
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Sigrid Wadauer, Historikerin

Sozialgeschichte: Wie die Arbeit zur Arbeit wurde  

Gegenwärtig wird viel über die Auflösung von Normalarbeitsverhältnissen und die Zunahme von prekärer Erwerbsarbeit diskutiert. Die noch immer vorherrschenden Konzepte von Erwerbsarbeit und Beruf waren ab Ende des 19. Jahrhunderts durchgesetzt worden. Wie sich diese auf Nationalstaaten bezogene Vorstellung von "richtiger Arbeit" gegenüber anderen Formen von Arbeit behauptete und welchen Anteil die Anfänge des Sozialstaates daran haben, untersucht Sigrid Wadauer in ihrem START-Projekt "Die Erzeugung von Arbeit" an der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät.

 
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Die BildungswissenschafterInnen Helga Fasching, Gottfried Biewer, Oliver Koenig und Petra Pinetz (v.l.n.r.)

Bildungswissenschaft: Mit Menschen forschen, nicht nur über sie  

Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung sind aus vielen für alle Menschen wichtigen Lebensbereichen ausgeschlossen. Im Bereich der beruflichen Partizipation sind zahlreiche Probleme bekannt, bislang aber unzureichend erforscht. Ein aktuelles Forschungsprojekt an der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft unter der Leitung von Gottfried Biewer soll die Forschungslage ergänzen und sowohl die objektiv bestimmbare als auch die subjektiv erlebte Teilhabe von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung im Beruf und beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt analysieren.

 
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Graham Warren, Molekularbiologe

Interuniversitäre Kooperation für molekulare Spitzenforschung  

Eine neue Kooperation der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien ermöglicht den Aufbau eines innovativen Spitzentechnologiezentrums. Voraussetzung für die Forschungsarbeiten an der Schnittstelle von Molekularer Biologie, Biologischer Chemie, Bioinformatik sowie Molekularer Medizin und deren klinischer Anwendung ist der Einsatz moderner Infrastruktur. Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung finanziert deshalb einen neuen Massenspektrometer und eine Hochleistungs-Biokristallisationsanlage um 2,4 Millionen Euro.

 
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Herausgeberin:
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Redaktion: Alexandra Frey, Michaela Hafner
Mitarbeit: Theresa Dirtl, Heidrun Huber, Bernadette Ralser
alexandra.frey@univie.ac.at
T +43 -1- 4277-175 31

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