10 forschungsnewsletter
Juni 2006
Wie Frösche miteinander reden
Mumien bewirken Nachhaltigkeit in peruanischem Dorf
Nanopartikel: Fleißige Zwerge in lebenden Zellen
Legierungen im Härtetest der Materialphysik
           
 

Walter Hödl, Biologe

Wie Frösche miteinander reden  

Vor 30 Jahren verschlug es den Biologen Walter Hödl zum ersten Mal in das damals noch als "grüne Hölle" verrufene Amazonasgebiet; seitdem hat er in über 40 Forschungsaufenthalten insgesamt rund sieben Jahre im tropischen Südamerika verbracht. Zielobjekt seiner – wissenschaftlichen – Begierde ist ein Pfeilgiftfrosch, genauer gesagt dessen Kommunikationsweisen. In einem neuen internationalen Projekt geht er der Frage nach, wie sich die Rufe der Froschmännchen auf den Fortpflanzungserfolg auswirken.

 
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Ulrike Bechtold und Harald Wilfing, AnthropologInnen

Mumien bewirken Nachhaltigkeit in peruanischem Dorf  

Als 1996 die Totenstadt der Chachapoya-Inkas im Nordosten Perus entdeckt wurde, brachte man die über 200 Mumien und Funde nicht wie sonst üblich in ein existierendes Museum, sondern sie wurden auf Wunsch der Bevölkerung vor Ort belassen: Im Jahr 2000 wurde mit österreichischer Unterstützung das Museo Leymebamba eröffnet. Die Nähe des Museums führte allerdings zu vielfältigen Veränderungen der Sozialstruktur des Dorfes Leymebamba. Das Projekt "Man – Nature: Leymebamba" am Department für Anthropologie untersucht die Ängste und Hoffnungen der Bevölkerung.

 
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Gottfried Köhler, Chemiker

Nanopartikel: Fleißige Zwerge in lebenden Zellen  

Sie sind wegen ihrer Kleinheit nur schwer sicht- und nachweisbar, durchdringen spielend Zellmembranen und könnten eine große Rolle bei der Bekämpfung von Krankheiten spielen: Nanopartikel. Über ihre biologischen Effekte und Mechanismen ist noch kaum etwas bekannt. Damit sich das ändert, erforscht Gottfried Köhler vom Institut für Biomolekulare Strukturchemie im Rahmen der "Österreichischen Nanoinitiative" die Wirkweisen dieser kleinen Teilchen. Ein mögliches Einsatzgebiet der Bionanotechnologie ist die Krebstherapie.

 
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Lorenz-Mathias Stadler, Materialphysiker

Legierungen im Härtetest der Materialphysik  

Ein Team des Instituts für Materialphysik erforscht die Materialeigenschaften von Nickelbasis-Superlegierungen, die im modernen Flugzeugbau eingesetzt werden. Ihre Forschungsobjekte sind so genannte Ausscheidungen in der Legierung – kleine "Inseln", die das Material verspannen und dadurch hart machen. Nun ist es den Physikern gelungen, die Dynamik dieser Prozesse zu entschlüsseln, wie sie in einem kürzlich erschienenen Beitrag in der renommierten Fachzeitschrift "Physical Review" zeigten.

 
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